Drei Tage voller Innovation, Networking und Entertainment bot das 4Gamechangers Festival von 09. bis 11. April 2019 in Wien. Was genau hat es damit auf sich? Das McWERK-Team war vor Ort und berichtet von anregenden Podiumsdiskussionen und einer großen vielfältigen Ausstellungsfläche!

Wer sind die Gamechanger von heute?

Besonders interessant war der zweite Festival-Tag – der 4FUTURE DAY. Weil sich dieser vor allem an die nächste Generation richtete, tummelten sich viele Schulklassen in der Marxhalle. Das Programm widmete sich voll und ganz unserer Zukunft und stellte die jungen Leute in den Mittelpunkt.
Schülerinnen und Schüler hatten die Chance, ihre Ideen und Projekte in verschiedenen Panels zu präsentieren. Im Vordergrund standen dabei Themen, welche die Jugend von heute beschäftigt:

  • Medicine and Health
  • Climate Change and Sustainability
  • Generation Z and Consumption
  • Future Jobs
  • The Future of Sport

Für die „Digital Natives“ gehören der stetige Wandel und neue Technologien zum Alltag. Sie wachsen in einer Welt auf, die insbesondere im Rahmen der Digitalisierung neue Zukunftschancen aber auch Herausforderungen birgt. Wichtig dabei ist, auch die Sicht der jungen Leute miteinzubinden. Wie stellen sie sich ihre Zukunft vor? Beispielsweise im Hinblick auf Jobs und das Arbeitsumfeld. Welche Kompetenzen müssen dafür heute vermittelt werden? Der Youth Hackaton, The Sience Slam oder The Young Gamechangers Competition boten außerdem ein spannendes Rahmenprogramm.

Bildungsmedien als Leitplanken der digitalen Transformation des Unterrichts

Um Punkt 17:00 stand Moritz Salem, Mitgründer von McWERK, zusammen mit Ingo Stein (EDU-iPad Lehrer an der NMS Koppstraße) und Nikolaus Donner (Geschäftsführer des Veritas-Verlags) auf der Bühne.

Ein Zusammenspiel von digitalen und analogen Methoden

Die drei unterschiedlichen Zugänge gaben dem Publikum einen guten Überblick, was es braucht, um Digitale Bildung im Unterricht miteinfließen zu lassen. Oft stellt sich die Frage, ob man den Fokus zuerst auf Infrastruktur oder Hardware legen soll. Ganz klar stellt Ingo Stein dabei fest, dass es beim Unterrichten mit digitalen Medien gleichzeitig auch zu einer Veränderung des Unterrichts kommen muss. Er zeigt durch seine Erfahrung auf, wie wichtig es ist, digitale Geräte als zusätzliches Arbeitsmittel einzusetzen. Sobald Lehrkräfte iPad & Co 1:1 anstelle von analogen Geräten einsetzen – PDF statt Reklamheft als Beispiel – wird keine Veränderung bewirkt.

Kann man Digitalisierung von oben „verordnen“?

Nikolaus Donner meint dazu: „Man darf nicht davon ausgehen, dass die digitale Transformation in der Schule ein automatischer Prozess ist, der von oben vorgegeben und umgesetzt wird.“ Die Schule benötigt dabei mehr Freiheiten und Supportsysteme, die unterstützen. Im Fokus soll der individuelle Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler stehen, welcher nur in Verbindung mit den Lehrkräften zustande kommen kann.

Wie viele Gamechanger braucht es an einer Schule?

Starke Schulen sind der Schlüssel zu einer erfolgreichen Umsetzung neuer Projekte, wie die Digitalisierung in der Schule. Sie gehen mit der Veränderung und geben ihre Praxiserfahrungen als Vorzeigeschulen an andere weiter. „Bei aller Liebe für Projektgruppen, Expertengremien und mehr – wir bei McWERK haben bereits über 200 Schulen in Österreich mit EDU-iPads ausgestattet und dabei sehen wir vor allem, dass man auf die Freiwilligkeit setzen muss. In der Regel führen ein bis zwei begeisterte Pädagoginnen und Pädagogen dazu, dass das Thema „Digitalisierung“ nicht nur besprochen, sondern auch gelebt wird“, teilt Moritz Salem. Jedenfalls ist die Unterstützung seitens der Direktion von großer Bedeutung.

Wie die Erfahrung zeigt, ist bereits die Initiative von wenigen Lehrerinnen und Lehrern an einer Schule ausreichend, um etwas zu bewirken. Und genau diese Motivation gilt es auch weiterhin zu unterstützen.

Was macht eine starke Schule aus?

Im Rahmen des Starke Schulen-Awards wurden Österreichs Schulprojekte in den Kategorien Unterricht, Miteinander und Partnerschaft ausgezeichnet.

  • Wie kann man die Unterrichtsqualität steigern und die Erfolge der Schülerinnen und Schüler stärken?
  • Wie wichtig und wertvoll sind starke Partner bei einem Projekt?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, den Zusammenhalt in der Klasse und verantwortungsvoll mit der Vielfalt umzugehen?

Schülerinnen und Schülern in ganz Österreich bearbeiteten diese Fragen, setzten ihre Ideen um und reichten großartige Projekte ein. Die Auszeichnungen als „Starke Schulen“ haben sie sich zurecht verdient.

Das gesamte Programm des 4Gamechangers Festival finden Sie hier.